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Warm und trocken soll es sein!

Funktionsunterwäsche im Vergleich: Jagd macht nur Spaß, wenn wir Jäger nicht vor Kälte zittern. Leider reicht bloßer Kälteschutz meist nicht aus. Schließlich sitzt der Träger in den seltensten Fällen nur auf einem Fleck. Ist er nach Anstrengung dann im eigenen Schweiß gebadet, nutzt die superwarme Unterwäsche wenig, er wird frieren. Abhilfe soll hier „Funktionsunterwäsche“ schaffen.

Von Norbert Klups

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Ullfrotte fertigt zwei Wärme-Qualitäten, die sich im Gewicht pro Quadratmeter unterscheiden.

Warme Füße sind wichtig, aber um bequem zu jagen, sollte der ganze Körper warm gehalten werden. Die erste Schicht auf der Haut, die Unterwäsche, ist dafür von besonderer Bedeutung. Die Oberbekleidung hält Wind und Regen ab, die Zwischenschicht sorgt für eine zusätzliche Isolation und die Unterwäsche muss den Körper trocken halten und hat einen guten Anteil an der Speicherung der Körperwärme.

Sie muss daher genau auf den jeweiligen Einsatzzweck ausgelegt sein, um Optimales zu leisten. Hier wird schon klar, dass es die „eine“ optimale Funktionsunterwäsche nicht geben kann.

Viel Bewegung — kurze Ruhepausen

Bei der Bergjagd auf Wintergams kommt der Jäger beim Aufstieg zunächst einmal gehörig ins Schwitzen. Die Unterwäsche hat hier die Aufgabe, den Schweiß nach außen weg zu leiten und den Körper trocken zu halten.

Funktioniert das nicht, verwandelt sich der feuchte Stoff auf der Haut unweigerlich in eine eiskalte Umhüllung, sobald der Träger zur Ruhe kommt, etwa beim Beobachten mit dem Spektiv. Bei der Bergjagd kann es durchaus vorkommen, dass der Jäger ein oder auch zwei Stunden auf dem Bauch liegt und nur beobachtet, wenn keine Möglichkeit besteht, das Stück anzugehen. Kann der Jäger nicht zur Gams, muss er eben warten, ob die Gams nicht zu ihm kommt – oder zumindest sich auf Schussdistanz nähert. Hier muss die Unterwäsche jetzt nicht nur den Schweiß von der Haut weg transportieren, sondern auch noch ein Mindestmaß an Wärme spenden. Vorrangig ist jedoch der Feuchtigkeitstransport.

Ansitz im Winter und Drückjagden

Beim Ansitz im Winter und bei Drückjagden bewegt sich der Jäger zunächst einmal zum Hochsitz oder Drückjagdstand und verharrt dann längere Zeit an einer Stelle. Die Anmarschwege sind heute in der Regel eher kurz, meist nur einige hundert Meter. Auch dabei kann der Körper aber bei entsprechend dicker Oberbekleidung oder bei schwierigem Gelände eine Menge Schweiß produzieren. Der muss vom Körper weggeleitet werden, damit die Feuchtigkeit später nicht auf der Haut verdunstet.

Die Wärme-Isolation muss aber höher sein, als bei Unterwäsche für die Bergjagd oder für winterliche Revierarbeiten, bei denen der Schweißtransport nach außen eindeutig im Vordergrund steht. Diese Kategorie Unterwäsche muss dicker und wärmer ausfallen, damit der Jäger einige Stunden ausharren kann, ohne vor Kälte zu zittern. Wer auf dem Drückjagd-Stand herumtrampelt, um sich aufzuwärmen, kann auch gleich zu Hause bleiben. Hier ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen Feuchtigkeitstransport und Isolation gefordert.

Extreme Temperaturen — lange Ansitze

Wird es richtig kalt oder will der Jäger eine ganze Nacht auf dem Hochsitz bleiben, muss die Unterwäsche wirklich dick und warm ausfallen. Auch hier sollte aber ein Transport des Schweißes nach außen noch möglich sein, obwohl klar ist, dass dicke Thermo-Unterwäsche nicht für weite Fußmärsche geeignet ist. Im Vordergrund steht hier aber die Wärmeleistung.

Foto: Norbert Klups

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