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Unverwüstliche Tradition

Permanenter Allrad-Antrieb, komfortables Fahrwerk und robuste Konstruktion – was will man mehr. Beim neuen 10.000-Euro-Niva hat Lada sogar die Geräuschkulisse deutlich reduziert.

Von Peter Brade

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Lada Niva
Die klassische Form des Niva ist geblieben, verringert wurden die Betriebsgeräusche.

Der Lada Niva ist gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man zuvor in einem Geländewagen der 50.000 Euro-Klasse unterwegs war. Aber der Lada kostet nur rund 10.000 Euro und dafür bietet er nicht nur viel – sondern alles, was der Jäger braucht. Und wer ihn länger fährt, will den Niva nicht mehr missen.

Modernes Design macht kein gutes Jagdauto und bei Lada hat man diesbezüglich keine großen Ambitionen. Wer Exklusivität will, der kann den Russen mit Safari-Folie aufpolieren.

Das Gekurbel an der schwergängigen Lenkung merkt man nach ein bisschen Training nicht mehr. Gut, die Türstopper rasten knirschend ein, der Geruch von russischem Kunststoff liegt in der Luft, und der kleine historische Schlüssel drückt nur das „Knöpfchen“ hoch. Wie in der guten alten Zeiten eben, selbstredend, dass Airbag und Kopfstützen hinten fehlen.

Der Niva bietet reichlich Platz und einen geräumigen Kofferraum für die Wildwanne. Die Heizungsschieber steuern etwas abrupt Warm und Kalt. Die Heizung ist aber sehr wirksam und die Frontscheibe schnell eisfrei.

Die Sitze mit hochgezogenem Rücken sind bequem und bieten guten Halt. Sie lassen sich leicht vorklappen. Zusätzlich Anzeigen informieren über Drehzahl und Benzin-Reserve. Letztere blinkt schon mal öfters je nach Fahrzeuglage.

Mit den beiden zusätzlichen Schalthebeln lässt sich die Untersetzung aktivieren und das Mitteldifferential sperren. Die Geländegängigkeit des Niva ist enorm. Sie ist das Ergebnis aus permanentem Allrad, sehr traktionsstarken Reifen, langen Federwegen, kurzen Überhängen und geringem Gewicht.

Die Zeiten, dass im Lada Bauteile aufgrund der Geräusche ortbar waren, sind vorbei. Keine kreischenden Differentiale, kein Unwuchtbrummen von der Kardanwellen mehr. Da der Motor jetzt kräftiger ist, lässt sich die seit fast 30 Jahren reklamierte zu geringe Gelände-Untersetzung tolerieren.

Auf der Autobahn zeigen nur Geräuschpegel und Benzinverbrauch (ab zehn Liter auf 100 Kilometer), dass hier nicht das Wahl-Revier ist. Ansonsten können im Niva auch längere Autobahnetappen mit 130 km/h Dauergeschwindigkeit zurückgelegt werden, ohne dass die Insassen malträtiert werden.

Der Lada Niva ist etwas für Fahrer mit Selbstbewußtsein. Wer sich weniger am Image und mehr an sinnvoller Funktion orientiert, für den ist der Lada Niva die erste Wahl. Vergleichbare Fahrzeuge mit permanentem Allrad gibt es in diesem Preissegment nicht. Gegenüber dem Suzuki Samurai ist der Lada ein geräumiges Auto und der Suzuki Jimney ist deutlich teurer.

Foto: Peter Brade

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