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DJZ 2/2005 Wie alt?
Die von unseren Gegnern vielgeschmähten Trophäen- und Hegeschauen stehen an. Ist es oft schwer, Wild im Revier genau auf das Alter hin anzusprechen, so sollten wir es am erlegten Stück beherrschen. Ein Berufsjäger gibt Tipps aus der Praxis für die Praxis.
Von Hans-Joachim Duderstaedt
Peter Brade
Wir kennen sie alle, diese Jagdpäpste, die bei jedem Stück Schalenwild, das sie in freier Wildbahn sehen, quasi das Geburtsdatum voraussagen können. Bleiben wir auf dem Teppich. Für den praktischen Jagdbetrieb genügt die Altersansprache nach „im ersten Lebensjahr“ (Kitz, Kalb, Frischling und so weiter), jung, mittelalt, alt. Und selbst mit diesen Grobeinteilungen tun wir uns bei einigen Wildarten schwer genug. Wenn unsere Abschusspläne und Abschussrichtlinien aber Sinn machen sollen, dann müssen wir zumindest nach dem Schuss in der Lage sein, die Stücke im Alter einigermaßen sicher einzuordnen, sonst sind Planungen auf Hegering-, Kreisgruppen-, oder gar Bezirks- und Landesebene nicht das Papier wert, auf dem wir sie schreiben. In dieser und der darauf folgenden DJZ-Ausgabe möchte ich die Kriterien zur Altersfeststellung erläutern, die sich im Laufe der Jahrzehnte in meiner Berufsjägerpraxis als praktikabel erwiesen haben. In diesem Artikel beschäftige ich mich mit Muffel- und Rotwild. In der März-Ausgabe mit Reh- und Schwarzwild. Das sind die vier Schalenwildarten, mit denen ich mich seit Jahrzehnten als Berufsjäger intensiv beschäftigt habe.
Peter Brade
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